Fett galt viele Jahrzehnte als Kalorienbombe und als Hauptverursacher von Übergewicht und Fettsucht. Aktuell wird die Stoffklasse der Lipide viel differenzierter betrachtet: Die lebensnotwendigen Aufgaben, die die Fettsäuren im Organismus erfüllen, sind stärker in den Fokus gerückt. Auch das 22. Heidelberger Ernährungsforum am 16. und 17 November 2018 widmete sich dieser Thematik und stieß auf großes Interesse.

„Lebensmittelretter gesucht“ – unter diesem Motto haben das Kaufland in Heidelberg-Pfaffengrund in der Eppelheimer Straße und die Dr. Rainer Wild-Stiftung ein Modellprojekt ins Leben gerufen. Am Montag, 8. Oktober startet ein 6-wöchiger Test zur kostenlosen Abgabe von Lebensmitteln mit geringem Mindesthaltbarkeitsdatum.

Hanni Rützler, international bekannte Expertin für Ernährung, Ernährungstrends und Sensorik, wurde Ende 2017 in das Kuratorium der Dr. Rainer Wild-Stiftung in Heidelberg berufen und hat nun ihre Arbeit im Gremium aufgenommen. Die Österreicherin hat sich insbesondere durch ihren interdisziplinären Ansatz einen Namen in der Lebensmittelwirtschaft gemacht.

Zucker: vom weißen Gold zur verschmähten Zutat Wissenschaftliche Betrachtungen aus einem interdisziplinären Blickwinkel

Mehr als 200 hochkarätige Wissenschaftler aus Medizin und Ernährungswissenschaft sowie Experten aus der Lebensmittelwirtschaft diskutierten am 17. und 18. November in der Dr. Rainer Wild-Stiftung über den Einsatz von Zucker in der Ernährungsindustrie, über die Höhe des Zuckerverzehrs und über die Bedeutung dieses Süßungsmittels bei der Entstehung metabolischer Erkrankungen. Fazit der Referenten: Der zu hohe Zuckerkonsum ist ein Problem, eine einfache Lösung ist nicht in Sicht.

Heidelberg – Rund 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Forschung, Lehre, Wirtschaft und Verwaltung kamen unter dem Leitsatz: „Essbiografie. Warum wir essen wie wir essen“ am 28. und 29. September 2016 zum 20. Heidelberger Ernährungsforum im Conference Center der Dr. Rainer Wild Stiftung zusammen

Heidelberg – Unter dem Leitgedanken: „Essbiografie. Warum wir essen wie wir essen“ empfängt die Dr. Rainer Wild-Stiftung am 28. und 29. September 2016 im Conference Center in Heidelberg zum 20. Mal über 100 namhafte Wissenschaftler und Persönlichkeiten aus dem Bereich Ernährung zum fachlichen Austausch.

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens spendet die Dr. Rainer Wild-Stiftung für gesunde Ernährung zehn Bänke für das beliebte Heidelberger Wander- und Naherholungsgebiet Königstuhl. Die erste Bank wurde am 13. Juni 2016 gemeinsam mit dem Amtsleiter des Heidelberger Landschafts- und Forstamts Dr. Ernst Baader mit einem gesunden Picknick eingeweiht.

Dr. Monika Wilhelm hat am 1. Februar 2016 die Geschäftsführung der Dr. Rainer Wild-Stiftung übernommen. In ihrer bisherigen Laufbahn spezialisierte sie sich auf die Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Unternehmenspraxis. Sie folgt auf Dr. Gesa Schönberger, die im Januar 2016 in die Geschäftsführung des HITS (Heidelberger Institut für Theoretische Studien) wechselte.

Studien und Präventionsmaßnahmen im Ernährungsbereich thematisieren Kinder und Jugendliche häufig gemeinsam. Doch gerade beim Essverhalten unterscheiden sich diese beiden Altersgruppen deutlich. Das zeigt der aktuelle Tagungsband der Dr. Rainer Wild-Stiftung, der sich fachübergreifend mit den Themenfeldern Jugend, Ernährung und Gesundheit beschäftigt.

Dr. Gesa Schönberger, Geschäftsführerin der Dr. Rainer Wild-Stiftung, hat die Stiftung zum 30. November 2015 verlassen. „Frau Schönberger hat die Stiftung von Anfang an begleitet.

Ob vegan, Paleo oder Clean-Eating, ob Rohkost, laktose- oder zuckerfrei – nie gab es so viele Ernährungstrends wie heute. Und nie waren die Diskussionen um die richtige Ernährung so kontrovers. Wir sind auf der Suche nach der maßgeschneiderten Ernährung, die uns gibt, was wir uns wünschen – Gesundheit, Schönheit, Anerkennung. Doch kann das die Ernährung tatsächlich leisten?

Berlin/Heidelberg – Die Heidelberger Dr. Rainer Wild-Stiftung hat am 9. Juni 2015 die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin und ihren Vorstand Sabine Schulz-Greve mit dem Dr. Rainer Wild-Preis ausgezeichnet. Vertreter von Bund und Ländern würdigten die Vorreiterrolle der Berliner Vernetzungsstelle in Sachen gesunder Schulverpflegung.

Der Dr. Rainer Wild-Preis 2015 geht an die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin e. V.
Immer mehr Kinder und Jugendliche essen in Ganztagseinrichtungen wie Kita und Schule. Konkrete Unterstützung bietet die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin e. V.. Durch erfolgreiche Initiativen hat sie maßgeblich zur (Weiter-)Entwicklung der bundesweiten Schulverpflegung und der Ernährungsbildung beigetragen. Für diese Leistung wird sie am 9. Juni 2015 in Berlin mit dem Dr. Rainer Wild-Preis ausgezeichnet.

Gesundheit ist nicht länger nur Rahmenbedingung für ein glückliches Leben, sondern wird selbst zum Lebensziel. Die Ernährung ist meist ganz vorn mit dabei. Das aktuelle Buch der Dr. Rainer Wild-Stiftung diskutiert, wie weit diese Entwicklung gehen kann bzw. gehen darf und was sie für die Gesundheitsförderung bedeutet.

Heidelberg, Januar 2015 – Das aktuelle Buch „Was der Mensch essen darf“ diskutiert in 26 Beiträgen Aspekte von Moral, Ethik und Nachhaltigkeit in der Ernährung des 21. Jahrhunderts.

In der Vorweihnachtszeit häufen sich Tipps und Strategien, um schlank durch die Weihnachtszeit zu kommen. Doch viele Menschen stehen in dieser Zeit vor einem ganz anderen Problem: Weihnachtseinladungen bei den Schwiegereltern, der Großtante oder lieben Freunden und wieder einmal wird ausgerechnet das aufgetischt, was einem so gar nicht schmeckt. Der fette Gänsebraten, der so schwer im Magen liegt oder das Wirsing-Gemüse, gegen das man sich seit seiner Kindheit wehrt. Und manches Mal sind selbst vielversprechend aussehende Dinge nicht gerade ein Gaumenschmaus. Was also tun, wenn man die oft mit viel Liebe und Mühe zubereiteten Speisen auf keinen Fall essen, den Gastgeber aber auch nicht verletzen möchte? Folgende Strategien können Ihnen helfen, Essenseinladungen mit guter Laune zu meistern, ohne die weihnachtliche Harmonie am Esstisch zu gefährden:

Die Phase der Jugend ist eine Zeit des Übergangs, die geprägt ist durch körperliche, soziale und psychische Veränderungsprozesse. In diesem Lebensabschnitt kommt der Ernährung eine besondere Bedeutung zu. Unter Leitung der Geschäftsführerin der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Dr. Gesa Schönberger und der Geschäftsführerin der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb), Dr. Andrea Lambeck, fand am 1./2. Oktober 2014 das Heidelberger Ernährungsforum zum Thema „Jugend und Ernährung. Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung“ statt.

In unserer modernen multilokalen Nonstop-Gesellschaft gelten Geschwindigkeit und Effizienz als Vorteil – und machen auch vor unserer Ernährung nicht Halt. Alles ist überall und schnell verfügbar, Flexibilität und Individualität bestimmen unser Leben und unser Essverhalten. Der aktuelle Band der Dr. Rainer WildStiftung diskutiert, was diese Entwicklungen für unsere Esskultur bedeuten und warum es sich lohnt, die Zeit- und Ernährungsforschung zusammenzubringen.

Käsebrot mit Marmelade – für die einen Geschmacksverirrung, für die anderen Genuss pur. Die persönliche Entscheidung, was schmeckt und was nicht, ergibt sich aus dem komplexen Zusammenspiel aller Sinne und wird durch biologische, psychische und soziokulturelle Faktoren geprägt. Der aktuelle Tagungsband der Dr. Rainer Wild-Stiftung nähert sich dem Geschmacksbegriff deshalb aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Er spannt einen Bogen zwischen sensorischer Forschung, dem individuellen Geschmack und den Lebensmitteln selbst und verdeutlicht so die große Relevanz des Themas für den Alltag.

Ruhestand? Daran denkt der Heidelberger Stifter, Wissenschaftler und Unternehmer Professor Dr. Dr. h.c. Rainer Wild, der am 24. Mai 2013 seinen 70. Geburtstag feiert, noch lange nicht. Ganz im Gegenteil: Mit dem Bau eines neuen Conference Center, das anlässlich seines Geburtstages offiziell eröffnet wird, will er eine Plattform für wissenschaftlichen Austausch ins Leben rufen und Impulse für eine nachhaltige Ernährung setzen.

Stellungnahme des AK Esskultur zu der Frage "Was wir essen dürfen"

„Was darf der Mensch eigentlich noch essen?” Angesichts ökonomischer Zwänge, eines ständig bohrenden ökologischen Gewissens und unüberschaubarer globaler Verlockungen keine leichte Frage. Doch das 7. Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens zeigte, dass es durchaus Antworten gibt. Am Beispiel des Hühnerfleisches wurde der Wert von Lebensmitteln, die aktuelle Nutztierhaltung und die globalen Auswirkungen des westlichen Lebensstils diskutiert. Der Arbeitskreis begrüßte dabei ausdrücklich die öffentliche Diskussion dieser Themen.

Preisverleihung: 24. Mai 2012, 18.00 Uhr, Haus der Land- und Ernährungswirtschaft, Berlin, in Anwesenheit von Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Mahlzeiten sind alltäglich, jedoch keineswegs banal. Sie sind weitaus komplexer als sie auf den ersten Blick scheinen. Grund genug, um im Jahr des 20-jährigen Bestehens der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung, den Mahlzeiten ein eigenes Buch zu widmen. Das im VS Verlag erschienene Werk „Mahlzeiten. Alte Last oder neue Lust?“ greift – erstmals im deutschsprachigen Raum – die Fachdiskussionen rund um das soziale Phänomen der Mahlzeit auf und beleuchtet diese aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Beiträge erstrecken sich über drei Themenbereiche: Mahlzeiten im Allgemeinen, Familiensowie Schulmahlzeiten. Die 17 Autorinnen richten ihren Blick dabei immer auch auf sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Zuständigkeiten und eine sich wandelnde Alltagspraxis.

Das aktuelle Buch „Die Zukunft auf dem Tisch“ des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens diskutiert in 25 Beiträgen die Zukunft der Ernährung aus kultur- und naturwissenschaftlicher Sicht. Auf 435 Seiten gibt das Buch einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der wichtigsten Forschungsfelder und Analysen zu diesem Thema – unter Berücksichtigung der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Aspekten der Nachhaltigkeit.

Die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Hohenheim hat am 20. Mai 2011 dem Unternehmer, Wissenschaftler und Stifter Prof. Dr. Rainer Wild den Ehrendoktortitel verliehen. Sie würdigte damit seine Verdienste um die Lebensmittelwissenschaften. Der Gründer der Dr. Rainer Wild-Stiftung Heidelberg setzt sich seit langer Zeit für die interdisziplinäre Forschung auf dem Gebiet der gesunden Ernährung ein. Prof. Dr. Dr. h.c. Rainer Wild ist bereits seit 1992 Ehrensenator der Universität Hohenheim.

Jeden Tag schlüpfen wir Menschen mehrfach in die Rolle des Verbrauchers. Wir fahren Bus, telefonieren, kaufen ein und essen. Verbraucherinformation, Verbraucherschutz oder auch Verbrauchermacht sind deshalb Themen, die in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft schon längst Einzug gehalten haben. Aber wen und was meinen wir eigentlich, wenn wir von dem Verbraucher sprechen? Und wer weiß wirklich, was für den Verbraucher, sprich für uns am besten ist? Wie wir als Verbraucher agieren und wie gelungene Verbraucherpolitik und -kommunikation aussehen können, diskutierten die rund 70 Teilnehmer des 14. Heidelberger Ernährungsforums am 29. und 30. September 2010 mit Experten aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Journalismus.

Berlin – Die Redaktion Ernährung der Zeitschrift „test“ ist gestern mit dem Dr. Rainer Wild-Preis ausgezeichnet worden. Geehrt wurde die Zeitschrift der Stiftung Warentest für ihren Beitrag zur objektiven Verbraucherinformation rund um Ernährung, Gesundheit und Genuss. „Der Verbraucher wird heute mit einer Fülle von Ernährungsratschlägen konfrontiert, die mehr verunsichert als informiert“, so der Stifter Professor Rainer Wild bei der Preisverleihung in Berlin. „Aus dieser Informationsflut sticht die redaktionelle Arbeit der Stiftung Warentest positiv hervor, dies wollen wir mit dem Preis würdigen.“

Die Dr. Rainer Wild-Stiftung wird im Mai die Redaktion Ernährung der Zeitschrift test mit dem Dr. Rainer Wild-Preis auszeichnen. Sie würdigt damit den unverzichtbaren Beitrag, den die Redaktion zur objektiven Information der Verbraucher in den vielfältigen Fragen rund um Ernährung und Genuss leistet. Die Laudatio wird Julia Klöckner halten, die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Dies unterstreicht das hohe Ansehen, das die Stiftung Warentest als gesellschaftliche Institution genießt.

Der Weg zu einer nachhaltigen Gesundheit muss von einem kontinuierlichen Dialog begleitet werden. Das war eine der Kernaussagen von Dr. Rainer Wild im Rahmen der Eröffnungsfeier des Life Science Dialogue Heidelberg. Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu einer neuen Diskussionsreihe der Dr. Rainer Wild-Stiftung und des Schweizer Think Tanks W.I.R.E. zur Zukunft von Gesundheit, Medizin und Ernährung. Vor rund 100 geladenen Gästen im Heidelberger Schloss referierten namhafte Experten über Chancen und Herausforderungen, die sich aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft für unsere Gesellschaft ergeben.

 

Weltweit sterben Millionen von Menschen an eigentlich vermeidbaren Krankheiten. Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung sind dafür wesentliche Ursachen. Welche Rolle Bewegung und Ernährung für unsere Gesundheit spielen, diskutierten rund 130 Teilnehmer des 13. Heidelberger Ernährungsforums am 28. und 29. September 2009 mit Experten aus den Bereichen Ernährung, Sport und Gesundheitsförderung.

Eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen ist, unseren Essalltag der Zukunft zu bewältigen. Zu diesem Fazit kommt das 6. Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens, das vom 21.-23. Juni 2009 auf Einladung der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung, in Heidelberg stattfand. Gründe hierfür sind vor allem gesteigerte und auch neue Anforderungen: Essen muss nicht nur schmecken und satt machen, sondern es soll gesund, ökologisch, sozial verträglich und außerdem bezahlbar sein; mehr denn je muss es Genuss, Entspannung oder Unterhaltung bieten und zunehmend die Geborgenheit der Familie ersetzen.

Über den Stellenwert der Mahlzeit im Alltag und in der „neuen“ (Ganztags-) Schule diskutierten am 24. und 25. September 2008 rund 70 Ernährungsfachleute, Lehrkräfte und Medienvertreter beim 12. Heidelberger Ernährungsforum der Dr. Rainer WildStiftung, Stiftung für gesunde Ernährung in Heidelberg. Ausgehend von einer Realität, die durch einen wechselnden Lebensstil und eine Lockerung von Traditionen gekennzeichnet ist, müsse man neu über die Bedeutung von Mahlzeiten nachdenken. Dies beträfe die Mahlzeitenversorgung insgesamt, die Rolle und Aufgabe der Familie sowie den Aufbau von Schulverpflegung an Ganztagsschulen, so Tagungsleiterin Dr. Gesa Schönberger von der Dr. Rainer Wild-Stiftung.

Über den Stellenwert der Mahlzeit im Familienalltag und in der „neuen“ (Ganztags-) Schule diskutierten am 24. und 25. September 2008 rund 70 Ernährungsfachleute, Lehrkräfte und Medienvertreter beim 12. Heidelberger Ernährungsforum der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung in Heidelberg. Anhand neuer Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachgebieten wurde den Multiplikatoren die Funktion der Mahlzeit als Ort der Entwicklung der Esskultur sehr differenziert dargestellt. Tagungsleiterin Dr. Gesa Schönberger von der Dr. Rainer Wild-Stiftung forderte die Teilnehmer in ihrer Einführung dazu auf, sich auch die schwierigen Aspekte der Familienmahlzeit vor Augen zu führen, wie beispielsweise Macht- und Kontrollrituale zwischen Eltern und Kindern oder Überforderung und Zeitnot der Eltern. Zudem sei es wichtig, die Lockerung der Traditionen und den veränderten Lebensstil als Realität anzunehmen, damit die Verpflegungssituation in der Schule nicht noch schwieriger werde. Im Laufe der beiden Tage wurde deutlich, dass es bei entsprechenden Vorraussetzungen sehr wohl möglich ist, dass Außer-Haus-Mahlzeiten wie die Schulverpflegung sinnvolle Bestandteile des Essalltags sein können. Außerdem ließe sich Esskultur, Sozialverhalten und Geschmacksprägung durch das Essen selbst besser lernen als durch Lernprogramme im Unterricht.

Die Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung wurde bei der Verleihung des Feri-Stiftungspreises in Berlin von Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble geehrt. Vor rund 200 geladenen Gästen nahm Dr. Gesa Schönberger, Geschäftsführerin der Dr. Rainer Wild-Stiftung neben fünf weiteren nominierten Stiftungen eine Urkunde und einen Scheck über 1000 € entgegen.

Die Plattform Ernährung und Bewegung (peb) ist gestern in Berlin mit dem Dr. Rainer Wild-Preis ausgezeichnet worden. „Die peb, in der sich Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam für einen gesunden Lebensstil bei Kindern und Jugendlichen einsetzen, ist aus unserer Sicht beispielhaft“, so der Stifter Professor Rainer Wild bei der Preisverleihung im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft.

Die Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung, zeichnet die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) für ihr Engagement um eine gesamtgesellschaftliche Strategie zur Bekämpfung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen mit dem Dr. Rainer Wild-Preis aus. Wie die Stiftung heute in Heidelberg bekannt gab, würdigt sie mit dem Preis den neuen und übergreifenden Ansatz der peb.

Ernährungsberater aus ganz Deutschland diskutierten am 27. und 28. September 2006 in Heidelberg die aktuelle und zukünftige Situation der Branche. Ziel der Veranstaltung auf Einladung der Dr. Rainer Wild-Stiftung war es, Möglichkeiten für eine gemeinsame Kommunikation zu suchen und zu hinterfragen. „Das sind wir dem Markt schon allein aus Gründen des Verbraucherschutzes schuldig“, so Doris Steinkamp, Vorsitzende des Verbandes der Diätassistenten. Sie verwies damit auf die steigende Zahl auch teilweise fragwürdiger Angebote der Ernährungsberatung. Ausführlich diskutiert wurden deshalb ein gemeinsamer öffentlicher Auftritt, gemeinsame Kernbotschaften und ein verbindliches Prüfzeichen für qualifizierte Ernährungsberatung. Selten zuvor wurde der Wunsch nach berufsgruppen- übergreifender Zusammenarbeit der Netzwerke und Einzelberater so deutlich wie bei diesem 10. Heidelberger Ernährungsforum, das unter dem Motto „Ernährungsberatung heute und morgen: Konkurrenz oder Kooperation?“ stand. Denn nur so könne Transparenz und Vertrauen geschaffen und der gesellschaftliche Nutzen von Ernährungsberatung erhöht werden.

Auf einem Treffen von Ernährungsberatern und Entscheidungsträgern in Heidelberg wurden gemeinsame Ziele erarbeitet und der Wille formuliert, diese aktiv anzugehen. „Die Zeit ist reif“, so Tagungsleiterin Prof. Dr. Ingrid-Ute Leonhäuser von der Universität Gießen. Seit den 1980er Jahren habe die qualifizierte Ernährungsberatung wichtige Meilensteine erreicht, so auch eine klare Abgrenzung zu Quereinsteigern und fachfremden Anbietern. Der nächste Schritt sei nun, Transparenz und Vertrauen in die Branche zu schaffen und den gesellschaftlichen Nutzen zu erhöhen.

Trinken ist ein wichtiger Teil der Ernährung. Doch in Zeiten der Überernährung wird das Trinken von energiereichen Getränken zum Problem. Dabei erscheint nichts leichter, als mehr Wasser zu trinken. Doch so einfach ist es nicht. Denn in den Köpfen der Menschen ist Wasser eines der widersprüchlichsten Lebensmittel überhaupt.

Kann man mit Wasser abnehmen? Ist Wasser Allgemeingut oder soll es, entsprechend dem Willen der EU, privatisiert werden? Warum greifen mehr Frauen als Männer zum Wasser? Diesen und anderen ungeklärten Fragen „rund ums Wasser“ widmete sich vom 18. bis 20. Mai 2006 ein Symposium der Dr. Rainer Wild-Stiftung in Heidelberg. Dabei wurde das Wasser aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet. Fachleute, Wissenschaftler und Medienvertreter der unterschiedlichsten Bereiche haben sich über Irrtümer, Missverständnisse und Erkenntnisse rund ums Wasser ausgetauscht und informiert.

Deutschland ist ein Saftland, zumindest beim Trinken. Das beweist die EPICStudie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition), die europaweit den Zusammenhang zwischen dem Ernährungsverhalten und Krebs untersuchte. Das Ergebnis: Im europäischen Vergleich sind wir Spitzenreiter im Safttrinken. Ob als Schorle oder pur, unangetastetes Lieblingsgetränk ist der Apfelsaft, von dem wir pro Kopf 19 Liter im Jahr zu uns nehmen.

Wer schon einmal innerhalb von 20 Stunden den Globus umrundet hat oder im norwegischen Sommer vergebens auf die dunkle Nacht wartete weiß, wie wichtig Zeit und Rhythmus für unseren Tagesablauf sind: Wir können nicht schlafen, weil es draußen noch hell ist. Wir haben Hunger – mitten in der Nacht. Mit Treibhaustomaten, Schichtarbeit und Neonlicht versuchen wir, Herr über die Zeit zu werden. Fakt ist aber, dass Leben ohne Zeit und Rhythmus nicht möglich ist. Dies zeigte die Tagung Geschmack der Zeiten – Zeiten der Ernährung, die die Dr. Rainer Wild-Stiftung, Heidelberg, in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing im September 2005 in Tutzing veranstaltete.

Der Umgang mit den Zeiten des Essens hat sich verändert. Die tägliche Beschaffung und Zubereitung war lange eine der wichtigsten Aufgaben des Menschen. Mahlzeiten teilten den Tages- und Jahresverlauf ein. Wachstums- und Reifezeiten waren elementar für die Gewinnung gesunder Lebensmittel. Heute bestimmt Zeitknappheit zunehmend unser Essen im Alltag. Wie wirkt sich aber der gegenwärtige Umgang mit Zeit auf unsere Ernährung aus? Welchen Wert haben die Zeiten der Ernährung heute? Was sind die wissenschaftlichen Grundlagen einer zeitgemäßen Ernährung? Diesen Fragen ging die Tagung „Geschmack der Zeiten – Zeiten der Ernährung“ nach, die vom 27. bis 29. September in Tutzing am Starnberger See stattfand. Die Veranstaltung war ein weiterer Meilenstein in der fruchtbaren Zusammenarbeit der Evangelischen Akademie Tutzing und der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Heidelberg. Vorangegangene Workshops des gemeinsamen Projektes „Zeit & Ernährung“ bildeten die Basis zur Planung und Durchführung der Tagung (weitere Informationen zum Projekt unter: www.gesunde-ernaehrung.org und www.zeitoekologie.de). Neben spannenden Beiträgen, Diskussionen und Gesprächen machte ein breites Rahmenprogramm die Zeiten der Ernährung schmackhaft. So wurde beispielsweise Bier aus verschiedenen Stadien des Brauprozesses verkostet und den Zuschauern einer chinesischen Teezeremonie stieg der köstliche Duft der grünlichen Blätter in die Nase.

Für ihre Bemühungen um eine gesunde Ernährung in der Schule erhält die Sophie-und Hans-Scholl-Gesamtschule, Wiesbaden, den Dr. Rainer Wild-Preis der Dr. Rainer WildStiftung, Stiftung für gesunde Ernährung. Dr. Rainer Wild hat den mit 15.000 Euro dotierten Preis im Rahmen einer Feierstunde am 10. Juni in Heidelberg an Schulleiter Paul Degenhardt überreicht.

Die Deutschen haben ein dickes Problem: Studien zufolge gilt in Deutschland jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche als übergewichtig – Tendenz steigend. Diese Entwicklung ist auch weltweit zu beobachten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht in einer 2003 veröffentlichten Studie bereits von einer Epidemie und hat Adipositas als chronische Erkrankung eingestuft. Was man tun kann, um die Ernährungsgewohnheiten von Kindern dauerhaft zu ändern, zeigt das Beispiel der Sophie-und-Hans-Scholl-Gesamtschule in Wiesbaden. Ihr ganzheitliches Konzept der „Esswerkstatt“ kann für viele Schulen und Kindertagesstätten Vorbild sein.