28. Heidelberger Ernährungsforum - Die ersten 1000 Tage Frühstart in eine gesunde Ernährung - Perspektiven und Positionen
Bild: Agentur Ressmann
Geburtenrückgang, Rentenlücke und Wertewandel – für die Gesellschaft sind gesunde Kinder wertvoller denn je. Deshalb stehen die Kleinen auch in den Diskursen um eine gesunde Ernährung wieder stärker im Fokus. Schon länger betrachten Medizin bzw. Primärprävention die frühe Kindheit als Phase besonderer Chancen, aber auch Risiken. Mit Blick auf die Häufigkeiten nicht übertragbarer Erkrankungen und die damit verbundenen ökonomischen Belastungen lautet das Credo der Wissenschaft: so früh wie möglich vorbeugen!
Doch im Alltag vieler Familien scheint weder die Wertschätzung noch der Handlungsbedarf in Sachen Gesundheit wirklich anzukommen. Aus unserer Sicht ein idealer Zeitpunkt, wieder einmal genauer auf die Ernährung der Kleinsten zu schauen.
Mit dem zeitlichen Horizont ab der perinatalen Phase bis zum Kleinkindalter möchten wir näher beleuchten, wie es um die Ernährung von Schwangeren, Stillenden, Säuglingen und kleinen Kindern stehen sollte und wie die Lage sich derzeit in Deutschland darstellt. In dem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, wie die einerseits nachvollziehbare Präventionslogik andererseits zu den Rechten von Kindern auf Unbeschwertheit und der Erziehungshoheit der Eltern passt. Daher sollen im Fokus des 28. Heidelberger Ernährungsforums auch die Verhältnisse stehen, in denen Kinder heute und hierzulande aufwachsen. Hier möchten wir auch detailliert über die Eltern diskutieren, über deren Gesundheit und welche Rolle sie bzw. die Familien für die gesunde Ernährung von kleinen Kindern spielen und darüber, wie die Unterstützung der Expert*innen auch als solche ankommt. Mit Blick auf den öffentlichen Diskurs und die sozialen Medien möchten wir auch mit Ihnen erörtern, wie Eltern mit dem erhöhten Druck umgehen.
In diesem Sinne fragen wir, was es heute heißt, in Sachen Ernährung von Beginn an das Richtige zu tun – ob in der Rolle der Expert*innen oder in der von Eltern.
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29. Heidelberger Ernährungsforum - Wissen. Macht. Ernährung. Ernährungskommunikation im Spannungsfeld von Information und Einfluss
Früher gaben Expert*innen den Ton in Ernährungsfragen an, heute prägen soziale Medien den Diskurs. Wissen ist zwar frei zugänglich, doch nicht immer verlässlich. Algorithmen bevorzugen Inhalte, die Aufmerksamkeit erzeugen – oft zulasten der Verlässlichkeit oder Differenzierung. Das Ergebnis sind vereinfachte Botschaften und wachsende Polarisierung, die sich oft mit zielgerichteten Zuspitzungen und Fake News vermischen. Orientierung fällt schwer, Vertrauen in die Wissenschaft schwindet. Gleichzeitig wird nicht nur Ernährung aus der Systemperspektive immer komplexer, sondern auch die Gesellschaft vielfältiger – und damit wächst auch die Anforderung an eine verständliche, alltagstaugliche Kommunikation.
28. Heidelberger Ernährungsforum - Die ersten 1000 Tage Frühstart in eine gesunde Ernährung - Perspektiven und Positionen
Geburtenrückgang, Rentenlücke und Wertewandel – für die Gesellschaft sind gesunde Kinder wertvoller denn je. Deshalb stehen die Kleinen auch in den Diskursen um eine gesunde Ernährung wieder stärker im Fokus. Schon länger betrachten Medizin bzw. Primärprävention die frühe Kindheit als Phase besonderer Chancen, aber auch Risiken. Mit Blick auf die Häufigkeiten nicht übertragbarer Erkrankungen und die damit verbundenen ökonomischen Belastungen lautet das Credo der Wissenschaft: so früh wie möglich vorbeugen!
27. Heidelberger Ernährungsforum - Mehrheiten und Wahrheiten - Gewissheit im Ernährungskontext
Multiple Krisen erfordern die Neuausrichtung des gesamten Ernährungssystems hin zu einer neuen, nachhaltigeren Esskultur. Auf diesem Weg liegt der Fokus oft auf Kausalitäten und Verursachern. Narrative von „der Normalbevölkerung“ oder „den Fertigprodukten“ scheitern, weil Sie die Vielfalt der Ernährungsumgebungen und damit die der Menschen nicht abbilden. Es ist an der Zeit den Fokus auf die Umsetzung auszuweiten. Um sich dem zu nähern, braucht es viele weitere Perspektiven, die das 27. Ernährungsforum einholt und zusammenführt.
