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Life Science Dialogue Heidelberg

Kamingespräche zur Zukunft von Medizin, Gesundheit und Ernährung


Mit dem Life Science Dialogue Heidelberg führt die Dr. Rainer Wild-Stiftung seit 2010 Kamingespräche durch. Diese behandeln die Zukunft von Medizin, Gesundheit und Ernährung. Eine interdisziplinäre Runde namhafter Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutiert mit ganzheitlichem Blick aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen, deren Möglichkeiten und Risiken. Die Eröffnungsveranstaltung und das erste Kamingespräch fanden in Kooperation mit W.I.R.E., einem Think-Tank aus der Schweiz, statt.

 
Junkie Food - Kann Essen süchtig machen? Der menschliche Körper ist abhängig von Nahrung - denn ohne Nahrung kein Überleben. Es gibt jedoch auch Hinweise auf Suchtwirkungen bestimmter Lebensmittel, die sich nicht mit diesem natürlichen Verlangen des Körpers nach Nahrung erklären lassen. Vor allem moderne, verarbeitet Lebensmittel stehen im Verdacht, ähnlich dem Rauchen oder anderen Drogen, süchtig zu machen. Beim dritten Kamingespräch gab Professor Iain Mattaj, Generaldirektor des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) Heidelberg, einen Einblick in die neurobiologischen und molekularen Grundlagen von Abhängigkeit und Sucht im Allgemeinen und das Suchtpotenzial bestimmter Lebensmittel im Besonderen. Deutlich wurde, dass das Umfeld eine entscheidende Rolle spielt. Es ist deshalb nicht nur wichtig, das "Was wir essen" im Blick zu haben, sondern auch das wann, wo, wie, warum und mit wem wir essen.    
Rückschau zum dritten Kamingespräch "Junkie Food - Glücksgefühl oder Suchtgefahr?" (820 KB)
 
Schreckgespenst Krebs? Das zweite Kamingespräch am 14. April 2011 stand unter dem Thema "Spitzenforschung gegen Krebs. Ein Blick hinter die Kulissen". Zu Gast war Prof. Dr. Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg - die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland.
In den letzten Jahren wurden viel Kraft und Geld in die Krebsforschung investiert. Die Formel gegen Krebs wird es auch in Zukunft nicht geben. Die Krebsforschung hat aber, so Wiestler, beachtliche Erfolge erzielen können: Die Überlebenrate ist in den letzten 40 Jahren deutlich gestiegen. Aufbauend auf aktuellen Forschungsergebnissen ist es zudem möglich, wirksamere Medikamente zu entwickeln und in der Prävention und Früherkennung neue Wege zu gehen. Deutlich wurde aber auch, dass es jeder Mensch selbst in der Hand hat, das Risiko, eine Krebserkrankung zu entwickeln, zu verringern. So beispielsweise durch einen gesunden Lebensstil, zu dem neben ausreichend Bewegung auch eine ausgewogene Ernährung gehört.
Rückschau zum zweiten Kamingespräch "Krebs - Das Geheimnis der Zellen" (215 KB)
 

Sind wir Sklaven unserer Gene? An die 30 Gäste vor allem aus der Wissenschaft diskutierten beim ersten Kamingespräch am 9. Juni 2010 in der Dr. Rainer Wild-Stiftung zum Thema "Personalisierung der Gesundheit". In seinem lebendigen Vortrag gab Prof. Dr. Gottfried Schatz von der Universität Basel einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen der modernen Genetik. Für den Biochemiker, der als Mitentdecker der mitochondrialen DNA gilt, ist der Mensch nicht nur eine biochemische Maschine, die allein durch seine Gene gesteuert wird. Vielmehr sind die Gene das "Grundprogramm", das viele Möglichkeiten bietet. Was den Menschen letztendlich ausmacht, wird von vielen Einflüssen wie Lebensstil, Zufall oder Umwelteinflüssen bestimmt.
Moderiert wurde das Kamingespräch von Werner Eckert, Wissenschaftsjournalist und Leiter der Redaktion "Umwelt und Ernährung" des SWR. Medienpartner war ScienceBlogs.

Rückschau zum ersten Kamingespräch "Warum wir nicht Sklaven unserer Gene sind" (205 KB)

Die Eröffnungsfeier zu den Kamingesprächen fand am 22. Oktober 2009 auf dem Heidelberger Schloss statt. Auf dem Programm standen interessante Vorträge zur Zukunft der Medizin und der Digitalisierung von Gesundheit.
Pressemitteilung (24,2 KB)
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