Ernährungskonzepte in der Diskussion: neues Wissen - neue Ideologien?
Low-carb-Diät, Steinzeit-Diät, Mittelmeer-Diät oder doch lieber eine South-Beach-Diät? In den letzten Jahren wurden neue Ernährungskonzepte entwickelt und alte Lehrsätze in Frage gestellt. Am 11. März 2005 wurde im Rahmen der Tagung "Ernährungskonzepte in der Diskussion: Neues Wissen – neue Ideologien?" zu solchen und ähnlichen Fragen Stellung genommen sowie das Für und Wider der aktuellen Diskussion ausgelotet.
Die Tagung richtete sich vor allem an Lehrkräfte und andere Multiplikatoren im Ernährungsbereich. Im Fokus stand die Analyse und Erörterung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Ernährungskonzepte, wobei besonders die daraus gefolgerten Theorien und ihre Umsetzung in die Praxis überprüft und kritisch reflektiert wurden. Grundtenor der Tagung war, für gängige und weit verbreitete Manipulationsstrategien, zu finden z.B. bei der Vermarktung neuer Diäten, in der Werbung oder auch in Unterrichtsmaterialien, bei den Teilnehmenden ein neues Bewusstsein hervorzurufen. Lehrkräfte und unabhängige wissenschaftliche Fachgesellschaften stehen stets vor der dringenden Aufgabe, Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit frei von Lobbyeinflüssen auf der Grundlage der aktuell verfügbaren Literatur regelmäßig zu überprüfen.
Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projektes "Esskultur im Alltag" durchgeführt, als Kooperation des Institutes "Ernährungs- und Haushaltswissenschaft und ihre Didaktik" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, deren Institut für Weiterbildung und der Dr. Rainer Wild-Stiftung.
Ausführlicher Tagungsbericht
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