Zusammenhänge von Ernährung und Ambiente offensichtlich
Dr. Rainer Wild-Stiftung veranstaltete Workshop zum Thema „Ernährung und Ambiente“ und plant weitere Projekte
Dass sich die Zusammensetzung unserer Ernährung auf unsere Gesundheit auswirkt, ist wissenschaftlich belegt. Dass allerdings auch die Art, wie und wo wir essen, gesundheitsrelevant sein könnte, ist unbestätigtes Allgemeinwissen.
Aus diesem Grund fand am 14.02.2002 im Heidelberger Domizil der Dr. Rainer Wild-Stiftung ein Expertenworkshop zum Thema "Ernährung und Ambiente" statt. Ziel war es, einen naturwissenschaftlichen Ansatz zu finden, welcher den Einfluss von Ambiente auf eine günstige Ernährung zeigt. Die Teilnehmer dieser Veranstaltung kamen aus den Fachrichtungen der Psychologie – speziell aus den Bereichen Ernährungspsychologie, Klinische sowie Allgemeine Psychologie –, Oecotrophologie, Klinischen Chemie und Lebensmittelchemie. Die Teilnehmer diskutierten angeregt, ob eine Beziehung zwischen Ambiente und Ernährung besteht und wenn ja, wie man diese messen könne. Es wurde deutlich, dass ein fundierter naturwissenschaftlicher Ansatz fehlt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es noch weiterer Arbeit bedarf, befriedigende Antworten zu finden.
Die Dr. Rainer Wild-Stiftung wird daher diesem Themenkomplex größere Bedeutung zumessen und weitere Veranstaltungen dazu durchführen. Geplant ist ein Forschungsprojekt, welches sich den diskutierten Fragen systematisch widmet und die Zusammenhänge von Ernährung und Ambiente weiter eruiert. Vorrausgegangen war dem Workshop eine einjährige Literaturrecherche der Diplom-Psychologin Nanette Ströbele. Im Rahmen ihres Stipendiums in der Dr. Rainer Wild-Stiftung beschäftigte sich Ströbele ausgiebig mit der Thematik "Ernährung und Ambiente". Ströbele fand Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Umgebung beim Essen und dem Essverhalten.
Die Organisation ARISE (Associates of Research In the Science of Enjoyment) lud die Dr. Rainer Wild-Stiftung daraufhin im Oktober 2001 nach Nizza ein, um auf dem internationalen Kongress "Senses, Pleasure and Health" die ersten Ergebnisse der Literaturstudie zu präsentieren.